Museen und Kulturzentren

Museen und Kulturzentren

Als die Spanier gegen 1607 Santa Fe gründeten, legten sie eine Plaza an und casas reales, eine befestigte Residenz, die heutzutage als Palace of the Governors bekannt ist. Im Jahre 1909 spross das weitverzweigte Museum of New Mexico aus diesen Adobe-Wänden hervor. Das Netzwerk des Museums umfasst heute mehr als 20 Gebäude und zählt zu den Besten der Nation mit Ausstellungen in den Bereichen Kunst, Geschichte und Kultur, die in authentischer Southwest-Umgebung präsentiert werden.

Ein neues Glied in der Kette ist der Museum Hill in Santa Fe. Der Gebäudekomplex ist um die Milner Plaza angeordnet und umfasst das Museum of Indian Arts & Culture, das Laboratory of Anthropology und das Museum of International Folk Art. Es befinden sich dort auch noch das Museum Hill Café sowie das private Wheelwright Museum of American Art und das Museum of Spanish Colonial Art, die beide über kurze Fußwege erreichbar sind.

An der Plaza von Santa Fe entführt der Palace of the Governors die Besucher in die Jahrhunderte alte Geschichte von New Mexico. Gleich gegenüber befindet sich das Museum of Fine Arts, das besonders die Arbeiten von Künstlern aus dem frühen 20. Jahrhundert und von Gegenwartskünstlern aus New Mexico würdigt. Den Originalen der Meister aus Taos, der Cinco Pintores und von Georgia O’Keeffe gebührt dabei besondere Aufmerksamkeit. Das ganz in der Nähe befindliche private Georgia O’Keeffe Museum stellt die weltberühmten Werke der verstorbenen Künstlerin aus.

In Albuquerque vermittelt das National Hispanic Cultural Center of New Mexico hispanische Kunst und Kultur auf vielfältige Art und Weise, wie z.B. durch visuelle Kunst, Theater, traditionelle und Gegenwartsmusik, Tanz, Film, Kochkunst, Bibliotheksforschung und Ahnenforschung.

In Taos konzentriert sich die Harwood Stiftung der Universität von New Mexico auf Künstler aus Taos und unterhält eine umfassende Sammlung an Büchern aus dem Südwesten. Das Millicent Rogers Museum beherbergt die größte Keramiksammlung der namhaften Künstlerin Maria Martinez aus San Ildefonso. La Hacienda de los Martínez wiederum ist eine authentisch rekonstruierte Hacienda aus der Kolonialzeit.

Das Roswell Museum und Kunstzentrum stellt Gemälde des berühmten Peter Hurd aus sowie Arbeiten von Mitgliedern der Familie Wyeth.

In den Bergdörfern Chimayo, Los Ojos und Las Trampas wird nach wie vor spanisches Kunsthandwerk der Kolonialzeit wie Weben, Blechstanzen und Holzschnitzen gepflegt. Künstler und Kunsthandwerker heißen die Besucher in Dixon, El Rito, Villanueva, Silver City, Cloudcroft, Mesilla, Ruidoso, Los Alamos und Galisteo willkommen.

In El Rancho de las Golondrinas südlich von Santa Fe wird spanisches Leben des 17. und 18. Jahrhunderts wieder lebendig. Das Indian Pueblo Cultural Center in Albuquerque erläutert die Kultur der Pueblos von prähistorischer Zeit an bis in die Neuzeit und präsentiert monatliche Vorführungen sowie traditionelle Tänze.

Um einen Einblick in die prähistorischen Kulturen zu bekommen, sollten sie einen Rundgang durch das Maxwell Museum of Anthropology in Albuquerque und das Blackwater Draw in der Nähe von Portales machen. Im Luna Mimbres Museum in Deming werden überreste der Gila Cliff Dwellings geschützt. In Tucumcari bietet das Mesalands College’s Dinosaurier Museum einen lebensgroßen Einblick in die Welt jener reptilischen Giganten, die einst den Staat bevölkerten.

Der Rio Grande Botanische Garten und das Albuquerque Aquarium spüren dem Rio Grande von den Rocky Mountains bis zum Golf von Mexico nach. Das Museum of Natural History and Science in Albuquerque betont die Bereiche Geologie und Biologie.

Das New Mexico Farm and Ranch Heritage Museum in Las Cruces erweist den Cowboys und Farmern New Mexicos die Ehre. Fort Sumner wartet mit dem Billy the Kid Museum und der Grabesstätte des berühmtesten aller Wildwestbanditen auf. Das eigentliche Fort dagegen erinnert an die Mescalero Apachen und die Navajo, die hier interniert waren, nachdem man sie aus ihrer angestammten Heimat heraus auf den "Langen Marsch" gezwungen hatte. In Fort Seldon in der Nähe von Las Cruces verbrachte General Douglas MacArthur seine Kindheit und es beherbergte die Buffalo Soldaten.

Mogollón und Shakespeare waren einst blühende Bergwerksorte, aber sie machten Pleite, als das Erz ausging. Heute strömen die Touristen in Scharen zu diesen Geisterstädten. Genauso beliebt ist Madrid, eine Wildweststadt auf dem Turquoise Trail (Pfad der Türkise) in der Nähe von Santa Fe, die ihr Bergwerkserbe im Mine Shaft Museum and Tavern verewigt hat. In dem Silver City Museum kann man 200 Jahre Bergwerksgeschichte erkunden, und in Grants werden die Besucher des Bergwerksmuseums in eine nachgebaute Uranmine geführt. Sehen Sie sich auch eine der größten über-Tage- Gruben der Welt in Santa Rita an.

Es kommen immer noch Leute nach New Mexico, die echte Cowboys in der Umwelt sehen wollen, die vor Jahrhunderten von Jahren durch die ersten spanischen Siedler mit der Zivilisation in Berührung kam. Das Hubbard Museum of the American West in Ruidoso Downs zelebriert die Schätze des Westens, während die Lea County Cowboy Hall of Fame in Hobbs nur den echten Cowboy rühmt, den städtischen Möchtegern-Cowboy aber ignoriert.

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